Peter Florian

Peter Florian
Die Arbeit Peter Florian's unterliegt einer stetigen Veränderung. Für ihn ist der Künstler ein Suchender nach immer neuen Ausdrucksformen. Eine Suche, die in seinen Augen nie zum Stillstand kommen darf. Der Stillstand und die daraus resultierende Routine ist aus seiner Sicht der grösste Feind der Kreativität. Mit dem „Rauch-Zyklus“ (2004),einer Serie von 13 kleinen Objektbildern hat er angefangen, seine Bilder dreidimensional zu gestalten und verschiedene Materialen wie Holz, Schrauben, Nägel, Draht und Schnur und Objekte zur Bildgestaltung herangezogen. Die Bilder gewannen durch die entstandene neue grobe und unebene Oberflächenstruktur an Wirkung, die einlädt, die Bilder zu berühren, sich an das Bild heranzutasten. Es kommt dadurch, nicht nur zu einer visuellen, sondern auch zu einer Art sinnlichen, physischen Auseinandersetzung mit der Kunst. In weiterer Folge verarbeitete er seinen Kunstkatalog „Arbeiten auf Papier“ (1998), in dem er Seiten rausriss, Teile abriss oder zerschnitt und durch gezieltes zusammenkleben und übermalen ein neues Bild entstehen liess.
Ergebnis war die „Katalog Serie“ (37 Arbeiten) und die „Gate-Serie“ (10 Arbeiten). Bei der „Gate – Serie“ steht das aus den Katalogen geformte weibliche Genital im Mittelpunkt. Zu den bereits bei der „Rauch-Zyklus“ benutzten Materialien, verwendete er zusätzlich auch Strumpfhosen und Fotos zur formalen Gestaltung. Er entwickelte eine Bildsprache, die sich deutlich von seiner Malerei abhob. Die Botschaft wird durch die Collage und Assemblage ausgedrückt. Das Bild wirkt abstrakter, die Malerei struktureller und in der Farbigkeit monochromer.
Für seine jüngste Arbeit, der „Jungarsch-Serie“ (2007) fotografierte er das weibliche Gesäß, kaschierte das Foto auf Leinen und schuf dann den malerischen Hintergrund. Die Malerei hat hier einen rein strukturellen Charakter und einzig und allein die Aufgabe, den Ausdruck des weiblichen Hinterteils, durch bewusst auf das Foto abgestimmte Farbkompositionen, hervorzuheben und zu intensivieren. Aus dieser Bildserie entstand, in Anlehnung an die inflationär gewordenen Jungwinzer und Jungbauern Kalender“,der erste steirische „Jungarsch Kalender“. Peter Florian's humorvolle und nicht minder erotische Hommage an die Frau.
Geboren 1964 in Gmünd/NÖ - Maler und Grafiker - seit 1990 als freischaffender Künstler tätig - lebt und arbeitet in Weiz.
Messebeteiligungen: Europ'Art Genf/Schweiz; Kunst Wien - Museum für Angewandte Kunst; ART Multiple - Innsbruck; ART VIenna; Editions of ART Innsbruck; Kunstmesse Salzburg
Öffentliche Sammlungen :
Historisches Museum der Stadt Wien
NÖ Landesmuseum
Sammlung Essl
Grafische Sammlung Albertina Wien
Landesgalerie Eisenstadt
Museum of Erotic Art "Tom of Finland", Los Angeles/USA


